sophia analysiert den deutschen Krankenhausmarkt aus rein öffentlichen Quellen — mit einem eigenen schlanken PHP-MVC, einer read-only SQLite und nachvollziehbaren Formeln statt Blackbox-ML.
Ausschließlich öffentliche und amtliche Daten, nichts gekauft. Fünf Quellen werden zusammengeführt, im Vorlauf (sophia_machine) gruppiert und gegen amtliche Zahlen validiert.
Bevor die Website etwas zeigt, hat eine Python-Pipeline (sophia_machine) die Rohquellen offline eingelesen, geprüft, bereinigt, gruppiert und vorgerechnet — bis eine fertige, read-only SQLite bereitsteht. Nichts davon läuft zur Laufzeit.
SQLite der Web-App gebaut — die Seite liest nur noch, rechnet zur Laufzeit nichts Teuresqb_roh · drg_roh · genesis_roh · zensus_roh · plz_roh) — jederzeit gegen das Original nachprüfbar.qb_clean · *_grouped) — mit Selbst-Validierung und Fixpunkt-Schleife bis zum stabilen Ergebnis.*_detail) — massenerhaltend, alters- und geschlechts-konditioniert.Ein eigenes, schlankes PHP-MVC ohne schweres Framework — kein Laravel, kein Symfony. Jede Anfrage läuft durch klar getrennte Schichten; die schwere Rechenarbeit passiert offline in Python und wird in die Datenbank materialisiert. Ergebnis: leicht deploybar, wenig Ballast, volle Kontrolle über jede Zeile.
Router verteilt jede Anfrage → neun schlanke Seiten-Controller (Karte · Reform · VHF · Wettbewerb · Erreichbarkeit …)query_only) + wegwerfbare Szenario-Temp-DB je Sitzung.sqlite-Datei — kein Dienst, keine Zugangsdaten. Deployment = kopieren.query_only=ON schließt Schreibfehler und Race-Conditions aus — die Abfragen bleiben schnell und stabil.synchronous=OFF) — die Haupt-DB bleibt unberührt.Von den Rohcodes bis zum Erreichbarkeits-Index — jede Zahl entsteht aus einer nachvollziehbaren Formel, kein Blackbox-ML.
ICD (Diagnosen) und OPS (Prozeduren) kommen aus den QB. Der G-BA unterdrückt kleine Fallzahlen (< 4) — sophia füllt das massenerhaltend (HD-Massenbilanz, OPS-Erwartungswert E ≈ 1,86). Die grobe amtliche Nachfrage (3-Steller) wird auf feine Codes verteilt — konditioniert auf Alter & Geschlecht:
Die offiziellen „Grouper" sind proprietär — sophia baut statistische aus öffentlichen Quellen.
„LG-Grouper": Leistungsgruppen (KHVVG/NRW) direkt nach dem InEK-Handbuch aus FAB + ICD + OPS — ohne DRG-Umweg, gegen IQTIG-DeQS geprüft.
Marktposition, Konkurrenz und Erreichbarkeit kommen alle aus einem Gravitationsmodell: Menschen wählen eine Klinik umso eher, je größer sie ist und je näher sie liegt. Distanz = Fahrzeit, die Nähe geht als Gauß-Gewicht ein. Der volle Erreichbarkeits-Index (MH3SFCA, Subal/Paal/Krisp 2021) rechnet in drei Schritten:
So nutzt sophia das: Wir verwenden Schritt 1 als Vorwärts-Modell — jede PLZ-Bevölkerung verteilt sich auf die erreichbaren Kliniken (Linienbreite = Huff-Anteil, Kreisgröße = Fallzahl).
Drei Anwendungen desselben Modells:
Der Reform-Simulator schließt Leistungsgruppen (und Häuser), deren Fallzahl unter der Mindestmenge liegt — die Fälle wandern dann zu den nächstgelegenen Erbringern. Diese Schwelle ist aber keine amtliche Zahl: verbindliche, je Leistungsgruppe festgelegte Mindestvorhaltezahlen stehen bundesweit noch aus (sie kommen erst per Rechtsverordnung, frühestens ~2027). Verbindlich sind bisher nur die G-BA-Mindestmengen für einzelne Leistungen, nicht je Leistungsgruppe. sophia nutzt deshalb eine Modell-Schätzung — das k-te Perzentil der Fallzahl-Verteilung aller Erbringer einer Leistungsgruppe:
So bildet die Schwelle näherungsweise nach, was eine künftige Verordnung bringen dürfte (dieselbe Perzentil-Methodik nutzen auch Beratungshäuser). Ehrlich bleibt: es ist eine begründete Annahme, kein geltendes Recht — im gesamten Tool ist die Mindestmenge als „Modell" gekennzeichnet.
Weil die Qualitätsberichte nur Aggregate liefern (keine fallgenaue Zuordnung), sind die Leistungsgruppen eine Schätzung. Gemessen gegen amtliche Referenzen (IQTIG-Qualitätssicherung) und die Modelle professioneller Anbieter ergibt sich:
Auf Aggregat- und Rangebene (Summe je Leistungsgruppe, Reihenfolge der Häuser) ist die Schätzung sehr belastbar; pro einzelnem Haus ist sie richtungsweisend, aber verrauscht — das ist die fundamentale Grenze aus den QB-Aggregaten, kein Fehler. Absolutwerte je Haus daher als Größenordnung lesen, nicht als amtliche Zahl.